PhiLIOsoph

Willkommen auf meiner Homepage. Mein Name ist Robert Nitsch und ich studiere momentan B.Sc. Informatik an der TU Darmstadt.

In diesem Blog schreibe ich seit Ende 2006 über meine Ansichten, Projekte und mehr oder weniger alltäglichen Erlebnisse. Ab und zu schreibe ich auch eine Anleitung bzw. ein Tutorial, um ein bestimmtes Problem zu lösen oder Hilfestellung zu geben. Solltest du Gefallen an meinen Texten finden kannst du selbstverständlich auch meinen Feed abonnieren.



15.01.2007

Erster Schultag – Verkehrte Welt…

Filed under: Real Life,Schule — Robert @ 16:48:56

Am ersten Schultag geht man meistens übermüdet in die Schule – in meinem Fall ist “Mann” 11km mit dem Fahrrad zur Schule gefahren; bei 1° C. Es war kalt, aber ich konnte es ertragen. :) Heute waren aber zumindest meine Klausurnoten anders als gewohnt. Gleich in den ersten beiden Stunden hatte ich Englischunterricht und es galt die Noten für 3 Tests “auszuhalten”. Es kam aber alles ganz anders…

Wir bekamen zuerst unsere “Hausarbeit” vom November zurück. Wir hatten dafür 3 Wochen Zeit, da unsere Lehrerin zu dieser Zeit nicht da war. Ich erwartete etwa 7 Punkte (das ist eine 3-; von insgesamt 15 Punkten). Mehr bin ich von Englisch auch nicht gewöhnt. Anschließend bekamen wir einen Vokabeltest zurück – hier erwartete ich 13-15 Punkte, da ich i.d.R. sehr gut in solchen Tests bin. Schließlich gab es dann aber auch noch eine Klausur… da erwartete ich ebenfalls so ca. 7 Punkte. Mehr war nach der ersten Klausur mit nur 5 Punkten einfach nicht drin… aber es kam – wie schon angedeutet – anders…

Zuerst die Hausarbeit: Frau X. teilt die Arbeiten aus, sagt bei manchen etwas dazu und bleibt dann bei mir stehen. Sie erzählt mir, ich solle mich doch mehr im Unterricht beteiligen, da ich ja schriftlich so gut wäre.

“OK”, habe ich mir gedacht.
“Mal sehen, vllt. habe ich sogar 10 Punkte!”.
Ich schlage die Arbeit auf und sehe die Note: “Uh… ?! … 14 Punkte… nicht schlecht.”
Schwarzmalerisch wie ich bin, habe ich erwartet, dass die Klausur, die wir noch zurückbekommen sollten, meinen gewohnten Durchschnitt wiederherstellen wird, z.B. mit 0 Punkten *gg*. Naja, davor kam noch der Vokabeltest.

Den bekam ich dann auch gleich hinterher:
“14 Punkte… nicht schlecht.”, meinte ich.
“Aber wie kann das sein?”, fragte ich mich gleichzeitig. Zwei Mal 14 Punkte in Folge, das war schon etwas Außergewöhnliches.

Ich erwartete schließlich wirklich, dass die Klausur alles wieder zunichte macht – das war ich einfach gewohnt.

Also ich bekam die Klausur dann endlich – vorher hat Frau X. uns aber noch darauf hingewiesen, dass viele Leute große Fehler gemacht haben. Dieser Hinweis hat mir auch nicht groß geholfen. :D Jetzt aber endlich bekam ich die Klausur. Ich sehe auf das Blatt und sehe wieder nur große Zahlen: 15, 14 und auf der Rückseite eine 7 und eine 12. Die 15 Punkte für den Fehlerindex, die 14 Punkte für den Schreibstil/Grammatik und all solche Sachen, 7 Punkte für den Inhalt und 12 Punkte die Gesamtnote. Jetzt war mein Weltbild aber aus den Fugen geraten… ich fragte mich ernsthaft, ob jemand Frau X. bestochen haben könnte. Aber ich wollte mich lieber nicht beschweren. Kopfschüttelnd habe ich es einfach akzeptiert.

Fazit

Diese Geschichte erzähle ich euch nicht einfach so. Ich will euch noch etwas anderes mitteilen – etwas, das eigentlich jeder weiß. => Es geht in der Schule höchst ungerecht zu…

Wie ich darauf komme? Ganz einfach: Letztes Jahr habe ich für eine ähnliche Leistung von einer Frau Y. – natürlich ebenfalls in Englisch – nur 0-1 Punkt(e) für die mündliche Mitarbeit (von der ich aus diesen Gründen nichts halte) und im Durchschnitt 6 Punkte für den schriftlichen Teil bekommen. Jetzt stehe ich mündlich 8 Punkte – für die absolut selbe Leistung. Ein derartiger Unterschied darf einfach nicht sein…

Achja, die nette Frau Y. hat nichtmal ihren Fehler zugegeben (was erwarte ich auch), als ich am Ende des Schuljahres eine 14 Punkte-Präsentation gehalten habe. NIEMAND kann mir erzählen, dass jemand mit 0 Punkten mündlich eine 14 Punkte-Präsentation halten kann… das war wirklich nur ungerecht!

Wie immer lasse ich gerne mit mir reden – wenn ich falsch liege, sagt es mir.

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14.01.2007

The Meatrix

Filed under: Philosophie,Real Life — Robert @ 20:15:33

Im #philosophie-Channel (Quakenet) hat man mich – im Laufe einer turbulenten Diskussion über Vegetarier – auf diese Website aufmerksam gemacht: http://www.themeatrix.com/

Dort gibt es 3 Flashmovies über die “Meatrix” – eine Art “Matrix”, in der die Tiere von den Menschen ausgebeutet werden. Ob das dort übertrieben dargestellt wird sei mal dahingestellt, aber man sollte es sich auf jeden Fall mal ansehen. Aber keine Sorge: noch bin ich kein Vegetarier. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich jemals einer werde.

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11.01.2007

Über das Versagen von Linux-Benutzern im PoWi-Unterricht

Filed under: Linux,Philosophie — Robert @ 11:46:15

Heute schreibe ich mal einen satirischen Artikel über den Politik- und Wirtschaftunterricht in meiner Schule bzw. an allen Schulen – falls er dort so ähnlich sein sollte.

Nach den ersten zwei Wochen als Linux-Benutzer bleibt mir folgendes Fazit (wer absolut keine Zeit zum Lesen hat, sollte das überspringen; ich beschreibe nur ein bisschen die Vorzüge von Linux (Kubuntu) gegenüber Windows und bringe auf diese Weise auch ein klein wenig meine ersten Erfahrungen mit diesem Betriebssystem ein):

  1. Linux macht das Leben leichter – in vieler Hinsicht. Und wenn ich mir gleichzeitig darüber bewusst werde, dass ich erst einen Bruchteil der Möglichkeiten entdeckt habe, dann muss ich diese Aussage sogar noch betonen.
  2. Ich habe schon immer mal gehört, dass Windows schlecht sei. Es beinhalte viele Sicherheitslücken und wäre ein riesiges Stück Sperrmüll, das von irgendwelchen automatischen Updates (den Spinnen :D ) zusammengehalten wird. Ich muss aber zugeben: >ich< hatte noch nie Sicherheitsprobleme oder Virenprobleme mit Windows. Naja... seitdem ich meinen eigenen PC habe. ;) Das liegt zum einen an einer ordentlichen Rechteverteilung (ich war nie als Administrator angemeldet) und an dem - meiner Meinung nach - angemessenen Einsatz von Antivirus- und Firewallsoftware. Dass eine Firewall auf einem ordentlichen System total überflüssig ist, wird erst dann richtig bewusst, wenn man Linux (Ubuntu) installiert hat. Hier gibt es eine gute Erklärung dazu: http://wiki.ubuntuusers.de/Personal_Firewalls. Aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass mir all diese Kritiken bereits bekannt waren. Und trotzdem bin ich nicht gewechselt - einfach aus der Gewohnheit heraus... ein bisschen Faulheit und ein bisschen Unsicherheit kamen hinzu. :)
  3. Wenn man unter den gerade eben beschriebenen Vorzügen von Linux gegenüber Windows noch hinzuzieht, dass Linux absolut kostenlos ist (hängt zum Teil auch von der Distribution ab) und darüber hinaus alles was der normale PC-Nutzer für den alltäglichen Gebrauch benötigt bereits – in 3 Varianten – vorinstalliert ist, dann muss man sich doch wirklich die Frage stellen, warum es noch so wenige Linux-Benutzer gibt. Ich gebe mal ein paar Beispiele von den Programmen, die bereits beim ersten PC-Start nach der Installation von Kubuntu vorinstalliert sind – all diese Programme sind natürlich ebenso kostenlos: OpenOffice.org (größtenteils kompatibel zu Microsoft Word-Formaten!), Konqueror (Web- und Ordnerbrowser usw.), Multimediaanwendungen (Kaffeine, Amarok), Kopete (InstantMessenger-Client von mehreren Netzwerken, darunter ICQ), Kate (Texteditor), Ark (Packer und Entpacker), KPDF (PDF-Viewer), Kontact (ein persönlicher Informationsmanager, der tatsächlich eine Menge Funktionen hat) und vieeeeeeeeeeele viele mehr. Bei Windows sind dagegen nur ein paar schlecht programmierte Billigprogramme mit von der Partie. Ich meine, was will man schon mit Paint (verglichen mit dem auf Kubuntu vorinstallierten Krita oder (dem mit einem einzigen Befehl nachinstallierbaren) GIMP (der Befehl lautet: sudo apt-get install gimp; innerhalb von kürzester Zeit ist das Programm installiert))? Oder der Windows-Editor… notepad.exe … soll das ein Witz sein?! Das Gegenstück auf Kubuntu ist Kate und wie man hier sehen kann, unterstützt Kate sogar Syntaxhighlighting und verschiedene Kodierungen (von utf-8 über ISO-8859-1 bis hin zu ISO-8859-15 etc.) usw.usf.
  4. Einziger Nachteil bei Linux: Spiele laufen tatsächlich langsamer als auf Windows – aber welchen Preis bezahlt man bei Windows dafür?! Richtig: man bezahlt mit mehreren hundert Euro! Und mit dem Risiko, dass alle persönlichen und dienstlichen Daten von irgendwelchen Viren zerstört werden – oder, wie es noch häufiger vorkommt: von Windows selbst! :o
  5. Nächster großer Nachteil von Linux: die Einrichtung von WLAN-Verbindungen gestaltet sich für einen Anfänger ziemlich kompliziert. Aber ich habe bisher auch nur 30 Minuten investiert… ;) (unter Windows habe ich aufgrund unnachvollziehbarer Fehler mehrere Stunden gebraucht, wenn ich mich recht entsinne).
  6. Das war’s aber auch schon mit den Nachteilen… die den normalen PC-Nutzer – bis auf die Geschichte mit dem WLAN – sowieso nicht beunruhigen können.

Jetzt zur eigentlichen “Satire”: in der Schule wird mir im Politik- und Wirtschaftsunterricht immer weis gemacht, dass ein Wirtschaftssubjekt immer nach dem größten Gewinn strebt. Effizienz usw. sei gefragt. Im echten Leben sehe ich aber jeden Tag, dass das eben nicht der Fall ist – schön wär’s ja. Aber im ganzen Unterricht ist nie die Rede von Statussymbolen (“tolle” Autos, die wahnsinnig viel Sprit schlucken; mit Diamanten “verschönerte” Handys von irgendwelchen durchgeknallten reichen *********** **** ******** (das regt mich wirklich auf, tut mir leid)) oder von – schlicht und einfach: der Dummheit!

Ein gutes Beispiel dazu habe ich ja auch zwei Absätze weiter oben mit dem Vergleich von Windows zu Linux dargelegt. Obwohl Linux um das Vielfache besser ist als Windows – es ist einfach so, verdammt nochmal! *g* – und obwohl Linux und alle Programme, die man für den Alltag braucht – kostenlos und sogar vorinstalliert sind, benutzen so viele Menschen Windows. Ich gehörte auch mal dazu. Aber heute kann ich mich nur ans Ufer stellen und ganz laut schreien: Kommt doch endlich rüber! Aber das Rauschen der Strömung scheint so laut und angsteinflößend (da drüben) zu sein, dass sie sich nicht trauen. Ich habe einfach die Brücke genommen. :-o

Naja, was bleibt mir im PoWi-Unterricht dann noch übrig? Ich muss mir jedes Mal denselben Mist anhören… meiner Meinung nach liegen die ganzen Wirtschaftswissenschaften absolut falsch. Wirtschaftswissenschaftler denken immer, jeder würde so wie sie denken. Das ist schon mal falsch. Außerdem kann man nicht jedem Menschen Intelligenz >unterstellen<. Wenn ich nicht sagen darf, dass Person Mr. X (oder Mrs. X) dumm ist, dann werde ich auch nicht sagen, dass er/sie intelligent ist, oder?!

Das alles sind eigentlich ganz einfache Überlegungen... meine Grundannahme lautet: nicht jeder Mensch ist intelligent und nicht jeder Mensch kennt sich so gut in dieser Welt aus. Nicht jeder Mensch kennt alle Tricks, die es so gibt. Daher kann auch nicht jeder Mensch auf dieselbe Art und Weise handeln. Die Wirtschafswissenschaftler machen aber genau hier - meiner Meinung nach - einen großen Fehler. Sie gehen davon aus, dass jeder Mensch nach dem größten Gewinn strebt. Aber auf welche Art und Weise das ein Mensch tut, das ist doch ihm überlassen und kann nur seinen eigenen Fähigkeiten entsprechen!

Achja, die grundlegende Annahme der Wirtschaftswissenschaften - jeder Mensch handele gewinnorientiert - ist auch schon falsch. Jeder Mensch handelt doch für sich alleine, damit er mit sich selbst und für sein Leben zufrieden ist! Aufgrund unterschiedlicher Wertevorstellungen kann das bei jedem Menschen etwas anderes darstellen. Hier bei uns in der achso weit fortgeschrittenen Welt - die vor Intelligenz platzt *ironie* - ist es leider nunmal Geld Geld Geld Geld Geld und nochmal Geld ... obwohl einmal Geld schon reichen würde. In einer anderen Kultur ist es vllt. die Familie!

Und jetzt möchte ich nochmal Bezug auf den Titel nehmen:
Gerade ein Linux-Benutzer weiß doch (hoffentlich) um die Missstände bei Windows und um die enormen Vorzüge bei Linux. Darum wird es ihm auch schwerfallen, einer Person zu glauben, die sagt, dass Menschen gewinnorientiert handeln, während dieselbe Person ein Windows-Nutzer ist! Wenn man genau weiß, dass das was einem da erzählt wird, nicht stimmt, dann fällt es auch schwer, so etwas in einer Klausur wiederzugeben. Es stimmt einfach nicht! (Und wenn man das in den Unterricht mit einbringt, dann sagt der Lehrer so etwas wie "Ach, verwirr die anderen doch nicht so..."... dabei versteht's der Lehrer doch nicht mal. :-P Es geht nur darum die Lehrpläne einzuhalten - und wer Kritik daran übt ist erstmal >draußen<. Auch die meisten Lehrer können da nichts ausrichten. Aus diesem Grund sage ich: das ganze System “Schule” krankt! Die Leute, die die Entscheidungen treffen, was im Unterricht läuft und was nicht, die waren doch nie in der Schule! So kommt es mir jedenfalls manchmal vor… (ich lasse darüber mit mir reden, aber im Moment stellt das meine Meinung dar.)
Ich hoffe, dass ich mich nicht sooo unverständlich ausgedrückt habe. Für Kritik bin ich immer offen. Ein philosophischer Grundsatz von mir besagt übrigens folgendes: Eine Meinung ist niemals endgültig. Ich lasse also mit mir reden…

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