PhiLIOsoph

21.02.2009

Mathematiker stehlen Lebenszeit

Filed under: Informatik,Mathematik,Real Life,Studium — Robert @ 22:39:55

[Hinweis: Dieser Artikel gibt meine persönliche Meinung wieder.]

So… es muss jetzt mal raus. Seit Montag haben wir Semesterferien, d.h. es gibt keine Vorlesungen/Übungen mehr und wir bereiten uns jetzt auf die Prüfungen vor. Die erste Prüfung ist Mathematik für Informatiker I.

Ich habe daher seit Montag jeden Tag etwas geübt und auch damit angefangen, das Mathe-Skript vom Professor mal ernsthaft und konzentriert durchzugehen. Das heißt, dass ich v.a. versuche, die vielen Beweise zu verstehen, um die ich bisher häufig einfach einen Bogen gemacht habe. Diese Beweise sind allerdings bis auf ganz wenige Ausnahmen absolut unverständlich… es werden z.B. ständig die unmöglichsten Umformungen gemacht ohne, dass das auch nur in einer Randnotiz vermerkt wäre – zum Kotzen!

Nach einem vollen Semester Mathematik – in dem ich mir wirklich Mühe gegeben habe, zu verstehen, was der Professor da immer predigt – und nach mehrfachen Versuchen, den Mathematikern doch noch eine Chance zu geben, lautet mein Fazit ein für allemal:

  • Mathematiker erklären ihr Fach absichtlich schlecht, obwohl sie selbst bspw. von Beweisen fordern, dass sie bloß gut kommentiert und nachvollziehbar sein sollen
  • Mathematiker stehlen dadurch Lebenszeit, die man auch besser nutzen könnte (um mal auf den Titel zurückzukommen)

Ich bin ja sowas von angepisst von dieser abartigen Arroganz, die die Mathematiker bei uns an der Uni an den Tag legen… das ist ja sowas von erbärmlich. Es gibt nichts, was der dümmste Dorftrottel nicht besser erklären könnte als ein Mathematiker – ich kann mir jedenfalls nichts vorstellen.
So oft haben meine Kommilitonen und ich schon gestöhnt “oh man, das ist doch eigentlich total einfach”, nachdem wir endlich etwas verstanden hatten, was uns die lieben Mathematiker auf die gottverdammt dämlichste Art und Weise versuchten, beizubringen (dieses Gefühl wird wohl jeder kennen).

Warum tun sich Mathematiker so schwer damit, ihr Fach menschlich zu erklären? Der Formalismus beißt sich nämlich kein bisschen mit Verständlichkeit (das Gegenteil wird immer von Mathematikern behauptet)!
Ich schätze, dass die Mathematiker einfach nicht wollen, dass man ihr Fach so darstellt, wie es nunmal ist: relativ simpel, wenn man’s vernünftig erklärt. Oder es ist einfach eine sehr alte Tradition und jeder Professor sagt sich “warum sollen es die Studenten von heute besser haben als ich – die sollen auch schuften müssen, auf die vernünftigen Erklärungen scheiße ich”

Zum Schluss möchte ich noch eines sagen: Mathe ist nur eine von 4 Lehrveranstaltungen in diesem Semester. Jede Lehrveranstaltung hat es gewaltig in sich – und man ist gelegentlich immer mal frustriert. Das ist normal, wenn man studiert – erst Recht bei Informatik (es ist einfach schwer). Aber nirgends ist es a) so heftig wie bei Mathematik und b) nirgends habe ich auch nur den geringsten Anlass dazu zu denken, dass die Professoren/Tutoren ihr Fach mit Absicht schwer erklären. Im Gegenteil: Überall versucht man den Stoff so verständlich und anschaulich rüberzubringen wie nur irgendwie möglich! Nur bei Mathe nicht. Da ist es gerade andersrum… und DAS ist es, was mich so sauer macht.
Außerdem ist es so, dass Mathematik nicht nur bei uns so verhasst ist. Von verschiedenen Leuten aus meinem Abi-Jahrgang und von Studenten aus anderen Fachbereichen höre ich (im Wesentlichen) genau dasselbe.

Letztenendes muss ich da so oder so durch – und ich werde es schaffen! Und von Zeit zu Zeit werde ich den Mathematikern gehörig in den Arsch treten, indem ich ihnen zeige, wie man es besser macht…

07.02.2009

Trafficshaping mit cFosSpeed – Die ultimative Internet-Optimierung

Filed under: Erfahrungsberichte,Informatik,Internet,PC,Tools — Robert @ 14:51:31

Neulich habe ich durch Zufall von cFosSpeed gehört, einer Software, die sogenanntes Trafficshaping betreibt. Das Trafficshaping von cFosSpeed ermöglicht die Priorisierung von Protokollen und/oder Anwendungen bei dem Zugriff auf das Internet.

Das führt dazu, dass man auch während größerer Downloads mit gefühlter voller Bandbreite surfen kann (habe ich selbst getestet und kann ich zu 100% bestätigen). Man merkt dann kaum noch, dass die Leitung in Wirklichkeit voll ausgereizt ist (= optimal).

Ich habe es gestern auch mal auf die Spitze getrieben: Ich habe eine sehr große Datenmenge heruntergeladen und währenddessen über das Internet ein Strategiespiel gespielt (bei diesem Spiel kommt es v.a. auf gute Reaktionszeiten an, d.h. auf eine gute Internet-Verbindung). Normalerweise wäre das nicht möglich gewesen, da das Spiel dauernd geruckelt hätte usw. Da ich aber cFosSpeed klargemacht habe, dass der Download nicht so wichtig ist wie das Spiel, habe ich den Download im Hintergrund nicht beim Zocken gespürt. Dabei war die Leitung die ganze Zeit zu 100% ausgereizt. Die Bandbreite wurde von cFosSpeed einfach geschickt zwischen den Anwendungen aufgeteilt – entsprechend meiner Einstellungen.

Ganz ehrlich… für DSL 1000 – Kuhkaff – Menschen wie mich ist cFosSpeed eine erstklassige, wenn auch leider nicht kostenlose Software. Ich überlege mir ernsthaft, mir diese Software nach Ablauf der 30 Tage – Demo zuzulegen (zudem man lebenslang zu allen Updates/Upgrades Zugang hat).
Die Bedienung von cFosSpeed ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber immerhin sind die populären Anwendungen/Prokotolle bereits vorkonfiguriert. So wird bspw. das Surfen und das Zocken von Anfang an mit einer hohen Priorität bedacht. Filesharing-Prokotolle werden auch schon von Haus aus “gedrosselt”. Sollte man doch mal eine Anwendung hinzufügen wollen, die nicht bereits in cFosSpeed eingetragen ist, dann ist das problemlos möglich.

Alles in allem kann ich cFosSpeed nur uneingeschränkt weiterempfehlen und hoffe, dass auch ihr von meiner “Entdeckung” profitiert. Probiert es einfach aus, es ist wirklich herrlich!

© Robert Nitsch
(Powered by WordPress)