Bestimmt kennt das jeder Blog-Betreiber: Manchmal hat man einfach nichts, worüber man schreiben könnte. Und zu anderen Zeiten sprudeln die Ideen quasi im Stundentakt…
Optimalerweise veröffentlicht man seine Artikel aber in einigermaßen regelmäßigen Abständen, damit Feed-Leser usw. dabei bleiben. Es kommt einfach nicht so gut, wenn man 4 Wochen lang nichts schreibt und dann 5 Artikel auf einmal loslässt…
Dafür habe ich jetzt die Lösung gefunden: Ich schreibe die Artikel dann, wenn ich Zeit und Lust habe und setze das Veröffentlichungsdatum auf ein Datum in der Zukunft. Diese Funktion gibt es schon viel länger, aber irgendwie habe ich sie nie wirklich wahrgenommen und ihren Nutzen erkannt… und nun habe ich sie bereits mehrfach angewandt! Das ist wirklich klasse!
Aber, dass mir das nicht früher in den Sinn gekommen ist… *kopfschüttel*
Ich musste kürzlich mit Erstaunen feststellen, dass ich innerhalb kurzer Zeit zum wiederholten Male nicht der erste war, dem eine mehr oder weniger geniale Idee zugeflogen ist.
Durch Zufall bin ich nämlich auf OpenID gestoßen, ein Single Sign-on-System, das ziemlich genau einem System entspricht, an dessen Entwicklung ich selbst schon gearbeitet habe und das dasselbe Ziel hat: Das Problem der vielen Accounts/Logins auf etlichen verschiedenen Webseiten zu lösen…
Das würde mich ja gar nicht stören (bis auf die Arbeit, die ja jetzt quasi umsonst war, weil der OpenID-Standard sich offenbar bereits durchgesetzt hat), wenn da nicht noch dieser andere Vorfall wäre:
Als ich vor kurzem eine Variante des Transportproblems lösen musste, ist mir ein schier genialer Algorithmus eingefallen, der bereits verdammt gute Näherungslösungen und in den meisten Fällen sogar optimale Ergebnisse lieferte. Damals wusste ich gar nicht, dass das Problem in der Wissenschaft bereits abgehandelt wurde und ich wusste auch nicht, dass es “Transportproblem” genannt wird. Aber es handelt sich in der Tat um eine Variante des eigentlichen Problems (für die, die es interessiert: eine Lagerstätte/Quelle kann bei dieser Variante immer nur genau eine Ware liefern und somit nur einen Bedarf decken). Dennoch: Der Algorithmus, den ich entwickelt habe, entspricht der Vogelschen Approximationsmethode… der Ansatz, der dahinter steckt, den gibt es also schon länger.
Fazit: Ich lebe in der falschen Zeit! (Kommt mir auch aus ganz anderen Gründen häufig so vor.)
PS: Den Titel bitte nicht falsch verstehen, ich käme im Leben nicht darauf, irgendwem vorzuwerfen, er hätte mir meine Idee geklaut, nur weil er sie vor mir hatte! Das ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber hier lesen ja immer noch Juristen mit und da erkläre ich es lieber nochmal.
Morgen, am 17.05., habe ich Geburtstag (ich werde volljährig!). Und heute ist für hessische Abiturienten der letzte Schultag (ausgenommen die wenigen Tage für mündliche Prüfungen Ende Mai)!
Wenn das mal kein schönes Geburtstagsgeschenk ist – gerade zum 18. Geburtstag! – dann weiß ich es auch nicht…