PhiLIOsoph

22.04.2008

Die letzte (Schul-)Klausur…

Filed under: Real Life,Schule — Robert @ 14:44:13

Heute habe ich die letzte Klausur meines Schullebens hinter mich gebracht! :)
Es hat sich nur um eine einstündige Mathe-Klausur über Stochastik gehandelt (Hypothesentest + bedingte Wahrscheinlichkeiten). Ich denke, es ist ganz gut gelaufen. 10+ Punkte sollten allemal drin sein, zudem ich mit Stochastik generell ganz gut klar komme.
Die nächste schriftliche Prüfung mache ich dann erst beim Studium. :) Vor dem Studium kommen aber auf jeden Fall noch die mündlichen Abitur-Prüfungen, in meinem Fall Politik und Wirtschaft sowie Präsentation + Kolloquium meiner besonderen Lernleistung “Einführung in die Spieltheorie mit Schwerpunkt auf evolutionären Algorithmen”.

Bereits jetzt läuft im Unterricht – bis auf ganz wenige Ausnahmen – fast gar nichts mehr. Am 30.04. werden außerdem die Noten eingetragen und dann kommt wahrscheinlich so gut wie keiner mehr in die Schule. Obwohl wir bis zum 16. Mai noch Unterricht hätten fährt der eine oder andere in dieser Zeit schon mal in den Urlaub, andere gehen einfach so nicht zur Schule und gehen stattdessen grillen und/oder saufen o.ä…

20.04.2008

bin-layer.de – ein negativer Erfahrungsbericht

Anlass zu diesem Artikel ist die meiner Meinung nach unrechtmäßige Sperrung meines Accounts bei bin-layer.de. Der Artikel ist ein bisschen länger geworden, aber wer sich dafür interessiert, wird sich die Zeit hoffentlich nehmen. Ich bitte darum!
Ich sammle am Ende des Artikels übrigens einige Links, die zeigen, dass ich mit meiner Kritik lange nicht alleine bin.

[UPDATE am 12.11.2008: Inzwischen bin ich bei layer-ads.de angekommen. Sie haben mir jetzt schon 5 Monate lang keinen Grund gegeben mich zu beklagen, das danke ich ihnen mit diesem Hinweis. Update 10.10.2009: Inzwischen ist aber auch Layer-ads.de mit seinen Auszahlungen in Verzug. Was ich damit meine erfahrt ihr hier.]

Vorneweg: Ich habe mich juristisch beraten lassen und mir wurde versichert, dass es vollkommen legal ist, wenn man einen Sachverhalt aus der eigenen Perspektive wahrheitsgemäß wiedergibt.

An die Juristen, denen man alles zwei Mal erklären muss: Dieser Artikel gibt meine persönliche Wahrnehmung wieder und den Eindruck, den bin-layer.de auf mich gemacht hat.

bin-layer.de

bin-layer.de ist eine Webseite, die sogenannte Sponsoren an Webmaster vermittelt, ohne dass die Webmaster selbst Kontakte knüpfen müssen. Es handelt sich also um ein ganz normales Unternehmen für Internetwerbung, genauso wie beispielsweise das bekanntere layer-ads.de.

Die Anmeldung bei bin-layer.de am 14.03.

Seit dem 14. März war ich bei bin-layer.de angemeldet und habe nach deren Anweisungen (Einbau von bestimmtem Javascript-Code) auf meiner Webseite DS NoPaste Layer eingeblendet, d.h. diese großen und zugegeben lästigen “Popups”, die meist die Hälfte der Webseite überdecken. Aber immerhin konnte man die Layer auf normalem Wege schließen und sie sind dann auch wirklich verschwunden. Außerdem steht mir ein finanzieller Ausgleich als Betreiber meiner stark frequentierten Seite einfach zu – meiner Meinung nach. (Zudem hätte ich die Layer-Einblendungen in Zukunft nur noch zu bestimmten Zeiten aktiviert, sodass die Benutzer von NoPaste die meiste Zeit über ungestört surfen können.)

Es ist nun so, dass DS NoPaste, eine Tool-Seite für das Browsergame DieStämme, sehr beliebt ist und pro Tag durchschnittlich etwa 1000-1500 “echte” Besucher hat. Das hatte zur Folge, dass ich pro Tag sage und schreibe mindestens 2€ eingenommen habe. Denn für 1000 gewertete Layer-Einblendungen erhält man – das wird von bin-layer.de garantiert – mindestens 4€, manchmal auch mehr (Maximum: 8€). Ein Layer zählt übrigens dann als gewertet, wenn er vollständig angezeigt und frühestens nach 3 Sekunden geschlossen wird.

Vor der Sperrung meines Accounts habe ich durch diese Vergütung pro Woche locker 18€ eingenommen! Für den gesamten Webspace inkl. Domains bezahle ich pro Monat nur 8€! D.h. ich hätte meine Kosten um ein Vielfaches decken können und einen Taschengeld-Bonus von etwa 60€ / Monat gehabt!

Die Sperrung meines Accounts am 17.04.

Das war natürlich zu schön um wahr zu sein. Die erste Auszahlung von 15€ habe ich zwar erhalten, aber die restlichen bis heute angesammelten 65€ verbleiben bei bin-layer.de. Als ich mich nämlich heute bei bin-layer.de einloggen wollte um die nächste Auszahlung zu beantragen (es waren übrigens bereits 4 Auszahlungen in der Warteschleife) erhielt ich folgende Fehlermeldung:

Hinweis: Sie wurden am 17.04.2008 Gesperrt! Grund:
Fake

Bei eventuellen Fragen wenden Sie sich bitte an den Support

Die Auskunft des offiziellen Supports

Ich habe mich natürlich dann umgehend beim Support gemeldet, per ICQ. Nach etwa 10 Minuten hieß es, mein Account wurde gesperrt, weil meine viele tausend Besucher bei den Sponsoren nichts gekauft hätten. Bei “echten” Besuchern wäre das unmöglich, deshalb müsse man von Manipulationen (“zusätzliche[n] Tools oder [von] Proxynutzung” o.ä.) ausgehen.

Dazu muss man sich folgendes klar machen: bin-layer.de vermittelt Sponsoren an die Webmaster, die für bestimmte Produkte werben. Zum Beispiel werden dann Layer eingeblendet, die für bestimmte Handys o.ä. werben. Offenbar kann bin-layer.de zurückverfolgen, ob über die Werbeeinblendungen meiner Webseite solche Produkte gekauft wurden. Und das ist angeblich nicht der Fall.

Jetzt kommt aber das, was mich wirklich in Rage bringt: Bei bin-layer.de wird man für gottverdammte Werbeeinblendungen bezahlt und nicht dafür, ob die Werbung dann tatsächlich einen Effekt hat oder nicht. Davon kann sich auf der bin-layer.de-Webseite jeder selbst überzeugen.

Ich habe dann erstmal freundlicherweise diesen logischen Fehler übergangen und forderte Einblick in die Verkaufs-Daten, die belegen sollen, dass über meine Webseite nichts gekauft wurde. Die unbefriedigende Antwort:

“Das ist natürlich nicht möglich, das sind interne Geschäftsdaten.”

Anschließend kam ich auf obiges Argument zu sprechen: Webmaster werden für Werbeeinblendungen bezahlt und nicht für tatsächlich verkaufte Produkte. Und ich habe deutlich gemacht, dass auf meiner Webseite die Werbung ordnungsgemäß (nach AGB usw.) eingeblendet wird.

Dann kam wieder das Totschlag-Argument:

“Aufgrund unserer Daten müssen wir eben davon ausgehen, dass das nicht der Fall ist.”

Also aufgrund ihrer Daten müssen sie davon ausgehen, dass die Werbeeinblendungen auf meiner Webseite NICHT ordnungsgemäß eingeblendet werden. Eine andere Erklärung außer Manipulation meinerseits sei nicht möglich:

“(…), Ihre Daten lassen nur auf Manipulation schließen, aufgrund der Verkaufsstatistik.”

Oder nochmal anders:

“Ich hab nun mehrfach die Verkaufsstatistik angeführt, das ist ein konkreter Beweis dafür, dass nur Manipulation erfolgt sein kann.”

Das ist meiner Meinung nach eine lachhafte und unseriöse Begründung. Es ist einfach eine falsche Aussage, weil ich nichts manipuliert habe! Und es ist mir vollkommen egal, ob meine Besucher etwas von den Sponsoren kaufen, solange das nicht ansatzweise in den AGB von bin-layer.de oder sonst irgendwo erwähnt wird.

Natürlich habe ich nicht aufgegeben und weiterhin widersprochen und wollte den guten Mann erleuchten, aber dagegen war er resistent. Wenn ich davon überzeugt wäre im Recht zu sein, dann solle ich doch den Rechtsweg gehen und dann werde man vor Gericht alles beweisen. Natürlich wurde der Gute dabei auch immer unfreundlicher – zumindest ist das mein persönlicher Eindruck.

Fazit

Meiner Meinung nach wurde ich zu Unrecht gesperrt. bin-layer.de hat m.E. gegen seine eigenen AGB verstoßen. Die Existenz einer “Verkaufsstatistik” halte ich für fragwürdig.
Ich denke, dass sie einfach einen Grund gesucht haben, mich loszuwerden und die 65€, die sie mir noch nicht ausgezahlt haben, selbst einzustreichen. Das kann ich natürlich nicht mit Bestimmtheit sagen, deshalb nochmal für die Juristen: Das ist meine persönliche Vermutung. Ich hoffe, das ist verständlich. (Ich könnte es natürlich nochmal für diejenigen aufmalen, die besonders schwer von Begriff sind. Oder besser noch: Wie wäre es mit Vortanzen? Oder nicht doch besser ein Gedicht drüber schreiben?)

Als erste Konsequenz dieses Vorfalls habe ich diesen negativen Erfahrungsbericht geschrieben. Mit bestem Gewissen kann ich sagen, dass er der Wahrheit entspricht und dass ich weder über- noch untertrieben habe.
Außerdem wechsele ich nun zu der Konkurrenz: euros4click.de. Ich hoffe, dass die so seriös und zuverlässig sind, wie sie versprechen.
Abschließend noch ein paar Dinge:

  • man sieht sich immer 2x im Leben (Rache ist süß)
  • ich hoffe, dass dieser Artikel von möglichst vielen Menschen gelesen wird, auf dass sie nicht zu Unrecht bei bin-layer.de gesperrt werden, wie es mir meiner Meinung nach passiert ist
  • ich werde versuchen, diesen Artikel bei Google so gut wie möglich zu platzieren
  • wer ähnliche Erfahrungen gemacht hat, der soll das bitte in den Kommentaren schreiben oder diesen Artikel auf seiner eigenen Webseite verlinken!

Links

Diese Links sollen zeigen, dass ich mit meiner Kritik lange nicht alleine stehe:

08.04.2008

Jugendliche Test-Käufer unerwünscht?!

Filed under: Kommentare,Politik,Real Life — Robert @ 16:15:16

Auf der SWR-Webseite habe ich soeben einen Artikel mit dem Titel “Land will keine jugendlichen Lotto-Tester” gelesen. Darin wird beschrieben, wie der Kinderschutzbund gegen den Einsatz von jugendlichen Test-Käufern in Lotto-Annahmestellen der Lotto-Rheinland-Pfalz GmbH vorgeht. Die Lotto-Rheinland-Pfalz GmbH schickt nämlich unangekündigt Jugendliche in bestimmte Lotto-Annahmestellen, um zu überprüfen, ob der Jugendschutz eingehalten wird.

Laut dem Kinderschutzbund unterstütze die Lotto-Rheinland-Pfalz GmbH damit Jugendliche bei der Anstiftung zu einer Straftat. Das sei nicht mit der Würde des Kindes vereinbar. Und das Innenministerium hat natürlich von alldem nichts gewusst – obwohl Schössler, der “Lotto-Geschäftsführer” (s. Artikel), zusichert, dass das Vorhaben mit dem Innenministerium abgestimmt war (das glaube ich ihm auch). Nun wird das Lotto-Unternehmen vom Ministerium dazu aufgefordert, die Test-Käufe mit Jugendlichen zu stoppen.

Ich bin aber ganz auf der Seite des Geschäftsführers Schössler: Effektive Kontrollen sind nur mit solchen Test-Käufen möglich. Ich sehe auch gar nicht ein, was daran eine Straftat oder eine Anstiftung zu einer Straftat ist. Es ist ja nur ein Test-Kauf.

Meiner Meinung nach schießt der “Kinderschutzbund” deswegen mit dieser Aktion weit über sein Ziel – dem Kinderschutz – hinaus. Diese Kontrollen dienen nämlich gerade dem Kinderschutz. Und die Jugenlichen, die die Test-Käufe durchführen, werden mit Sicherheit darauf hingewiesen, dass es nur ein Test-Kauf ist. Und da es nur ein Test-Kauf ist, werden sie die gekauften Scheine ganz sicher zurückgeben! Möglicherweise werden die Jugendlichen sogar für ihre Test-Käufe bezahlt! Der Kinderschutzbund nimmt den Jugendlichen also womöglich sogar eine Einnahmequelle.

Wenn sich solche Leute in derart dämlicher und lachhafter Weise für meinen Schutz einsetzen… Gott schütze mich vor diesem “Schutz”!

Leider wird mich Gott nicht schützen können, da die Mehrheit im Lande offenbar gegen jugendliche Test-Käufer ist. Und das geht mir nach wie vor nicht in den Kopf. Test-Käufe sind doch die Werkzeuge für den Jugendschutz schlechthin… Aus diesem Grunde stehe ich zu 100% hinter Ursula von der Leyen (CDU), die jugendliche Test-Käufer im Herbst 2007 per Gesetz erlauben wollte: für Zigaretten, Alkohol und Gewaltvideos! Mit diesem Vorhaben kam sie aber nicht durch. :(

Die Gegner von jugendlichen Test-Käufern argumentieren laut einem Zeit-Artikel, den ich eben fand, folgendermaßen:

  • Miriam Gruß (FDP): das Ganze ist pädagogisch und moralisch nicht akzeptabel (nicht weiter begründet)
  • Kai Gehring (jugendlicher Sprecher der Grünen): “Schnapsidee”
  • Jörg Schönbohm (Innenminister Brandenburgs): “Kinder sollten zum Vertrauen erzogen werden, was nicht möglich wäre, wenn sie als „Spione“ oder „Versuchskaninchen“ eingesetzt würden” (Zitat aus dem ZEIT-Artikel)
  • Karl Lauterbach (SPD): “Er hält den Vorschlag für unausgegoren; er grenze an Kindesmissbrauch.” (Zitat aus dem ZEIT-Artikel)

Boah, diese Leute strotzen ja vor Kompetenz! Ich sage jetzt mal meine Meinung: KEINES dieser Argumente macht irgendeinen Sinn. “Kindesmissbrauch”, dass ich nicht lache! “Kinder sollten zum Vertrauen erzogen werden”, natürlich sollten sie das. Ist aber in meinen Augen kein Widerspruch zu jugendlichen Test-Käufern.

Wildfremden Verkäufern traut man sowieso nicht und Erziehung findet nicht in der Tankstelle oder im Mediamarkt in der Abteilung “Ego-Shooter” statt, sondern zuhause bei der Familie. Wenn man Jugendlichen nicht zutraut, zwischen diesen Lokalitäten zu unterscheiden: armes Deutschland! Wenn diverse Politiker ein derart schlechtes Bild von der Jugend haben, dann will ich nicht wissen, was in deren Kindheit alles falsch gelaufen sein muss…

Zum Schluss ein Sprichwort: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

© Robert Nitsch
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