PhiLIOsoph

12.02.2007

Skypecasts

Filed under: Internet,PC — Robert @ 19:52:45

Skypecasts – das ist der Begriff für eine relativ neue Funktion von Skype (http://www.skype.com).

Wer nicht weiß, was Skype ist, dem sei gesagt, dass Skype ein weitgehend kostenloses Programm zum Telefonieren über’s Internet ist. VoIP, also Voice over Internet Protocol, wird das auch genannt.
Die Wikipedia definiert Skype als “eine unentgeltlich erhältliche, proprietäre VoIP-Software“.

Da Skypecasts wie gesagt noch relativ neu sind – sie sind ja auch noch im BETA-Status, erkläre ich auch diesen Begriff:
Skypecasts sind “Räume”, in die sich jeder einloggen kann. Es können bis zu 100 Teilnehmer an einem Skypecast teilnehmen. Kommuniziert wird dann – wie gewohnt – per Headset. Damit das Ganze nicht ausartet (Casts mit >30 Teilnehmern sind keine Seltenheit) werden alle Teilnehmer in 3 Gruppen eingeteilt:

  • Sprechende
  • Wartende
  • Zuhörer

Übrigens kann jedermann einen Skypecast erstellen und öffentlich zugänglich machen. Der Ersteller eines Skypecasts ist der sogennante Konferenzleiter und kann die Teilnehmer beliebig in die drei Gruppen einordnen. Zuhörer, die sich zum Thema äußern möchten, können “Sprechen beantragen”. Dabei werden sie auf die Warteliste gesetzt und der Konferenzleiter kann entsprechend reagieren.

In guten Skypecasts sind übrigens höchstens 2-5 Sprechende “oben” (inkl. Konferenzleiter). (“Oben” deshalb, weil die Liste der Sprechenden in Skype ganz oben dargestellt wird. Man nennt diesen “Ort” dann auch “oben”. :) ) Dadurch reden nicht so viele Personen durcheinander und es gibt weniger Störgeräusche.

Ich habe bisher im Großen und Ganzen nur gute Erfahrungen mit den Skypecasts gemacht. Es gibt zwar viel Unfug – aber da gehe ich erst gar nicht rein. Die Skypecasts, die mir bisher sehr gut gefallen haben, waren unter anderem:

  • Skypecasts – Erfahrungsaustausch
  • IT.gigacast.de – Rund um IT, Hilfe bei Computerproblemen
  • homepage.gigacast.de – Rund um die eigene Website
  • Deutsch-muslimische Diskussion über Freiheit, Demokratie und Menschenrechte :D

Wie man sieht gibt es auch ganz ordentliche Themen. Wenn man einfach in die Casts geht, deren Themen interessant sind, dann kann eigentlich nichts schiefgehen. Es sei denn der Konferenzleiter ist absolut inkompetent, was leider auch schon mal vorkommt.

Was ich noch hinzufügen sollte: Skypecasts dauern in der Regel 2-5 Stunden. Der Konferenzleiter sollte im Optimalfall nahezu durchgängig am PC sitzen und a) für Ordnung und b) für Unterhaltung und c) das Beantworten von Fragen sorgen. Das sind seine Aufgaben. Wie gut er seine Pflichten meistert definiert dann die Qualität des Casts.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass Skypecasts eine wunderbare Art der Kommunikation darstellen – nach dem direkten, persönlichen Gespräch, natürlich. Ein interessantes persönliches Gespräch über ein bestimmtes Thema kann aber nie zustandekommen, wenn sich nicht alle oder mind. zwei Personen für das Thema interessieren. Wenn man also mitteilungsbedürftig ist und den passenden Skypecast zum Thema findet – nur zu!

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