Erster Schultag – Verkehrte Welt…
Am ersten Schultag geht man meistens übermüdet in die Schule – in meinem Fall ist “Mann” 11km mit dem Fahrrad zur Schule gefahren; bei 1° C. Es war kalt, aber ich konnte es ertragen.
Heute waren aber zumindest meine Klausurnoten anders als gewohnt. Gleich in den ersten beiden Stunden hatte ich Englischunterricht und es galt die Noten für 3 Tests “auszuhalten”. Es kam aber alles ganz anders…
Wir bekamen zuerst unsere “Hausarbeit” vom November zurück. Wir hatten dafür 3 Wochen Zeit, da unsere Lehrerin zu dieser Zeit nicht da war. Ich erwartete etwa 7 Punkte (das ist eine 3-; von insgesamt 15 Punkten). Mehr bin ich von Englisch auch nicht gewöhnt. Anschließend bekamen wir einen Vokabeltest zurück – hier erwartete ich 13-15 Punkte, da ich i.d.R. sehr gut in solchen Tests bin. Schließlich gab es dann aber auch noch eine Klausur… da erwartete ich ebenfalls so ca. 7 Punkte. Mehr war nach der ersten Klausur mit nur 5 Punkten einfach nicht drin… aber es kam – wie schon angedeutet – anders…
Zuerst die Hausarbeit: Frau X. teilt die Arbeiten aus, sagt bei manchen etwas dazu und bleibt dann bei mir stehen. Sie erzählt mir, ich solle mich doch mehr im Unterricht beteiligen, da ich ja schriftlich so gut wäre.
“OK”, habe ich mir gedacht.
“Mal sehen, vllt. habe ich sogar 10 Punkte!”.
Ich schlage die Arbeit auf und sehe die Note: “Uh… ?! … 14 Punkte… nicht schlecht.”
Schwarzmalerisch wie ich bin, habe ich erwartet, dass die Klausur, die wir noch zurückbekommen sollten, meinen gewohnten Durchschnitt wiederherstellen wird, z.B. mit 0 Punkten *gg*. Naja, davor kam noch der Vokabeltest.
Den bekam ich dann auch gleich hinterher:
“14 Punkte… nicht schlecht.”, meinte ich.
“Aber wie kann das sein?”, fragte ich mich gleichzeitig. Zwei Mal 14 Punkte in Folge, das war schon etwas Außergewöhnliches.
Ich erwartete schließlich wirklich, dass die Klausur alles wieder zunichte macht – das war ich einfach gewohnt.
Also ich bekam die Klausur dann endlich – vorher hat Frau X. uns aber noch darauf hingewiesen, dass viele Leute große Fehler gemacht haben. Dieser Hinweis hat mir auch nicht groß geholfen.
Jetzt aber endlich bekam ich die Klausur. Ich sehe auf das Blatt und sehe wieder nur große Zahlen: 15, 14 und auf der Rückseite eine 7 und eine 12. Die 15 Punkte für den Fehlerindex, die 14 Punkte für den Schreibstil/Grammatik und all solche Sachen, 7 Punkte für den Inhalt und 12 Punkte die Gesamtnote. Jetzt war mein Weltbild aber aus den Fugen geraten… ich fragte mich ernsthaft, ob jemand Frau X. bestochen haben könnte. Aber ich wollte mich lieber nicht beschweren. Kopfschüttelnd habe ich es einfach akzeptiert.
Fazit
Diese Geschichte erzähle ich euch nicht einfach so. Ich will euch noch etwas anderes mitteilen – etwas, das eigentlich jeder weiß. => Es geht in der Schule höchst ungerecht zu…
Wie ich darauf komme? Ganz einfach: Letztes Jahr habe ich für eine ähnliche Leistung von einer Frau Y. – natürlich ebenfalls in Englisch – nur 0-1 Punkt(e) für die mündliche Mitarbeit (von der ich aus diesen Gründen nichts halte) und im Durchschnitt 6 Punkte für den schriftlichen Teil bekommen. Jetzt stehe ich mündlich 8 Punkte – für die absolut selbe Leistung. Ein derartiger Unterschied darf einfach nicht sein…
Achja, die nette Frau Y. hat nichtmal ihren Fehler zugegeben (was erwarte ich auch), als ich am Ende des Schuljahres eine 14 Punkte-Präsentation gehalten habe. NIEMAND kann mir erzählen, dass jemand mit 0 Punkten mündlich eine 14 Punkte-Präsentation halten kann… das war wirklich nur ungerecht!
Wie immer lasse ich gerne mit mir reden – wenn ich falsch liege, sagt es mir.
