PhiLIOsoph

20.01.2007

“Blogger haben zu viel Zeit…”

Filed under: Blog,Philosophie — Robert @ 11:53:42

Das musste ich mir gestern anhören. Blogger hätten zu viel Zeit und nichts besseres zu tun, als zu “bloggen”. Zudem wäre das “Bloggen” an sich ja bereits sinnlos, da man sich Informationen auch von anderen, vertrauenswürdigeren Quellen besorgen könnte und das persönliche Leben anderer Menschen kaum interessiert (Blogs, in denen viel über das eigene Leben erzählt wird, wären außerdem “Stripteas” -.-).

Ich habe natürlich gleich widersprochen. Das persönliche Leben anderer Menschen kann nämlich durchaus interessant sein. Man kann auf diese Weise beobachten, wie andere Menschen mit bestimmten Lebenssituationen umgehen. Daraus kann man auch etwas fürs eigene Leben lernen bzw. sich etwas “abgucken”. Außerdem fühlt man sich nicht so alleine mit seinen Problemen, wenn man sieht, dass es noch weitere gibt.

Dass das “Bloggen” an sich nicht sinnvoll sei ist nur darauf zurückzuführen, dass die entsprechende kritisierende Person noch nie einen Blog gelesen hat. Schließlich ist das “Bloggen” eine wunderbare Art und Weise über Dinge zu schreiben, die uns interessieren. Und Gleichgesinnte können dann ggf. einen Kommentar schreiben und ihre eigene Meinung oder Tipps usw. einbringen. Auf diese Weise müssen Blogger nicht ihren Bekanntenkreis mit Themen belästigen, die vllt. niemanden interessieren. Großartige Diskussionen sind dann auch keine Seltenheit mehr…

Natürlich gibt es auch Blogs, die weniger interessant sind. Aber ob ein Blog interessant ist oder nicht hängt einzig und allein von den Interessen des Lesers ab. Ein begeisterter Blog-Leser liest logischerweise nur die Blogs, die ihn interessieren. Es gibt z.B. Blogs, die sich viel mit der Gesellschaft beschäftigen. In anderen Blogs wird etwas über das Programmieren erzählt. Und noch weitere Blogs bilden einen Kompromiss zwischen beiden… es gibt unendlich viele Möglichkeiten!

Was meint ihr, meine werten Leser, denn dazu? Ich werde dem “Kritisierer” dann die Diskussion zeigen. ;) Mal sehen ob er sich gleich dazu gezwungen fühlt, selbst in die Diskussion einzusteigen… :P

Share and Enjoy:
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Technorati
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • Digg

1 Kommentar »

  1. Musste ich mir auch schon anhören. (Allerdings von jemandem, der nicht mal das Wort Blog kennt.) Das gleiche kann man naürlich Fußballgucker und Hobbybastler fragen, überhaupt Leute, die sich ein Hobby gönnen.
    Das Lesen von Blogs ist dann nicht sinnlos, wenn es einen interessiert. Persönliches von Menschen, die ich nicht kenne, interessiert mich selber weniger, aber wer’s mag, nur zu. Die Blogs, die ich lese, enthalten vor allem Schilderungen, Informationen, Hinweise, Ideen, die einem Einblicke gewähren, die man aus keiner anderen Quelle kriegt.
    Striptease sind Blogs selten, das impliziert Kundenorientierung. Dann eher Exhibitionismus, aber ich ziehe das Wort Dialog vor. Tatsächlich trennen die meisten Blogger sehr zwischen Privatleben und Web-Auftreten.
    Eigentlich wollte ich noch mehr schreibe, aber Sie haben schon alles gesagt.

    Kommentar by Herr Rau — 20.01.2007 @ 15:53:52

RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel.

Hinterlasse einen Kommentar

© Robert Nitsch
(Powered by WordPress)