Kubuntu – Zum ersten Mal Linux
Vor 3 Tagen ist mein Laptop vom Medion Supportcenter zurückgekommen. Für alle, die es noch nicht wissen: die Grafikkarte war defekt und wurde jetzt von Medion ausgetauscht.
Bevor ich den Laptop eingeschickt hatte, hatte ich Windows XP Home neu installiert und auch die anderen Partitionen formatiert und gelöscht. Dazu hatte ich 2 Gründe:
- für Mehraufwand bei der Reparatur durch nachträglich installierte Soft- oder Hardware kommt bei Medion der Kunde auf
- meine Daten gehen niemanden etwas an (ich habe alle Daten auf einer externen Festplatte gesichert)
Es war also mal wieder eine gute Gelegenheit gegeben, das Betriebssystem dauerhaft zu wechseln – da kam mir zuerst Linux in den Sinn. Das erschien mir aber deshalb fragwürdig, weil bei mir bisher alle Distributionen “gescheitert” sind und ich schon genug schlechte Erfahrungen mit Linux gemacht habe – trotz aller Belobigungen seitens der Community(ies).
Letztendlich habe ich mich aber doch dafür entschieden. Kubuntu hatte ich ja bereits zur Verfügung und auf diese Weise ging es auch schon los. Im Folgenden möchte ich den Hergang der Installation kurz umreißen:
- Kubuntu 6.06 Alternate CD eingelegt.
- Textbasierte Installation gestartet.
- Die gewöhnlichen Einstellungen vorgenommen: Sprache, Tastaturlayout, Netzwerkeinstellungen, usw.
- Partitionierung:
- “Wie könnte ich meine 80 Gigabyte-Platte wohl aufteilen?” habe ich mir überlegt.
- Da die Dokumentation von Ubuntu erfahrungsgemäß überwältigend gut ist (großes Lob!), habe ich dort Rat gesucht und gefunden: http://wiki.ubuntuusers.de/Installation bzw. http://wiki.ubuntuusers.de/Partitionierung
- Ich habe mich letztendlich für folgende Konfiguration entschieden:
- /swap-Partition 1.1 GB (die Swap-Partition ist eine Art “Auslagerungspartition” für den Arbeitsspeicher, also vergleichbar mit der Auslagerungsdatei bei Windows, nur besser
- /home-Partition ca. 8 GB, ext3-Dateisystem / im Notfall kann ich das System einfach neu aufsetzen und die Dateien in /home bleiben erhalten
- /-Partition (root-Partition) 21 GB, ext3-Dateisystem
- Windows-Partition von 40 GB, NTFS. Ich konnte die Windows-Partition leider nicht mehr verkleinern (NTFS und Linux vertragen sich nicht so gut)
- eine 10 GB – Partition mit dem FAT32-Dateisystem zum Dateiaustausch zwischen beiden Systemen (sehr praktisch)
- Änderungen speichern und übernehmen.
- Den Rest des Setups relativ schnell “durchflogen”…
- Fertig!
Dann habe ich gleich mal das System gestartet und der Bootloader GRUB sprang mir entgegen. Zuerst habe ich getestet, ob ich Windows tatsächlich noch starten konnte… es ging! Dann habe ich Kubuntu gebootet und mir das neuartige System angeschaut.
Mein Desktop sieht, 4 Tage nach der Installation, so aus:
![]()
Fast genauso sah er nach der Installation aus. Die Verknüpfungen und die Programme unten in der Taskleiste sind natürlich ausgenommen…
Im Folgenden liste ich mal auf, was mir an Kubuntu bisher besonders gut gefällt:
- der Paketmanager! Damit kann man viele viele Programme auf Knopfdruck als Pakete herunterladen und installieren lassen. Dabei werden alle Abhängigkeiten etc. automatisch geprüft und erfüllt (ggf. durch das herunterladen weiterer Pakete).
- die mitgelieferten Programme: bei Kubuntu ist im Grunde alles dabei was man braucht: IRC-Chat, Instant-Messenger, OpenOffice, Webbrowser, Editoren mit Syntaxhighlighting, CD-Player, DVD-Player, Organisationsprogramme, EMail-Client usw. Genau genommen könnte ich alles, was ich da eben aufgezählt habe, noch in den Plural setzen, denn man hat bei Kubuntu meistens mehrere Alternativen. So gibt es z.B. sowohl Konversation (ein IRC-Client) als auch Kopete (ein Multi-Instant-Messenger; unterstützt mehrere Protokolle), das ebenfalls IRC unterstützt.
- der Support: der Support ist wirklich einsame Spitze. Auf der deutschsprachigen Website http://ubuntuusers.de kriegt man wirklich zu allem und jedem Hilfe und Unterstützung.
Das war es erstmal zu Kubuntu. Würde ich noch mehr in diesem Post schreiben, dann würde euch ja direkt die Lust vergehen, mit dem Lesen anzufangen. Daher ist mit diesem Post erstmal >Schluss<.
